Sonntag , 26 Juli 2015
Siemens_Maserati_2

Die Zukunft ist digital – Siemens und Maserati zeigen wie es geht

Jeder, der den digitalen Fortschritt nicht erkennen kann, muss wohl mit verdeckten Augen durch die Gegend laufen. Hört sich vielleicht brutal an, doch das entspricht der Realität. Der digitale Fortschritt entwickelt sich rasant, schneller denn je in so gut wie jedem möglichen Bereich – so auch im Bereich der Automobilproduktion.

Die Zukunft ist digital – Digitalisierung beginnt beim Design des Produkts. Am Beispiel von Siemens und dem italienischen Autobauer Maserati möchte ich euch aufzeigen, wie auch in der Automobilbranche mit allerhand digitalen Kniffen gearbeitet wird und das wirklich erfolgreich. Maserati entwirft, simuliert und testet seine Autos mittels CAD-Software – daraus ziehen sie den Vorteil, dass so weniger Prototypen gebaut werden müssen.

In Verbindung mit der von Siemens entwickelten PLM-Software Teamcenter können die Ingenieure von Maserati standortübergreifend Projekte vorantreiben und dadurch deutlich an Analyse- und Entwicklungszeiten einsparen.

Siemens_Maserati_1
Von der digitalen Simulation zum realen Prototyp.

Das ist ein digitaler Prototyp des Maserati Ghibli, er besteht aus tausenden Einzelteilen und wird im Rechner zusammengesetzt und simuliert bevor der echte, reale Prototyp gebaut wird. Dank diesen Fertigungslösungen von Siemens setzt Maserati Maßstäbe in der Automobilindustrie. Mit Hilfe von diesen Techniken und Lösungen, schafft man es die Time-to-Market, also die Zeit von der Entwicklung bis zum Marktstart, um bis zu 30% zu verkürzen. Die Time-to-Market wurde von Maserati so in nur 16 Monaten erreicht.

Siemens_Maserati_4

Mittels CAD-Software NX und PLM-Software Teamcenter konnte Maserati nach den Entwurfsskizzen sowohl mit der Makro-Machbarkeitsprüfung als auch zeitgleich mit der Bauteil-Entwicklung beginnen.

Luca Soriato vom Produkt Development bei Maserati sagt selbst:

Wir können dank NX und Teamcenter virtuelle Analysen durchführen, die bis zuletzt nur physisch anhand von Prototypen möglich waren.“

Anhand diesem Beispiel wird also klar, das Softwareentwicklung ein essenzielles Thema ist, insbesondere für Siemens. Mit circa 17.500 Softwareentwicklern weltweit ist Siemens bereits heute führend. Zahlreiche Experten haben in internationalen Teams an der Entwicklung und Optimierung der CAD-Software NX gearbeitet, bis sie zum ersten Mal gelauncht wurde.

Siemens_Maserati_3

Im Werk Grugliasco in Italien wird der Ghibli endlich Realität. Die Lösung stammt ebenfalls aus dem Hause Siemens: SIMATIC IT, ein hoch skalierbares Manufacturing Execution System, das den ganzen Produktionsprozess in Echtzeit überwacht. Der Erfolgsgarant: Roboter-Automation und -Diagnostik sind voll integriert. So können Probleme sofort erkannt und gezielt behoben werden.

Dank des Manufacturing Execution Systems SIMATIC IT ist Maserati in der Lage 3x mehr Autos als vorher zu bauen. Das zeigt glaube ich ganz gut, was dank Digitalisierung möglich ist.

Über Tim Reichert

Auszubildender und Gründer von futuredriving.de, schreibt in seiner Freizeit gerne Artikel rund um Autos, deren Technik & Motorisierung.

Check Also

tesla_leasing

Tesla startet Leasingangebot in Deutschland

Es gibt Neuigkeiten von Tesla! Nach eigenen Angaben startete vor kurzer Zeit eine eigene Leasinggesellschaft ...

banner
Advertisment ad adsense adlogger