Mittwoch , 12 Dezember 2018

Fahrbericht: Alfa Romeo MiTo – Ein stilvoller Italiener?

Er ist klein, handlich und dazu noch ein Hingucker. Der Alfa Romeo MiTo, welcher das kleinste Modell des italienischen Autobauers ist, hat mich überrascht!  Ich hatte die Möglichkeit den kleinen Italiener zu testen und möchte euch nun davon berichten.

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Beim italienischen Autobauer Alfa Romeo ist man es gewohnt Sportlichkeit vorzufinden, was nicht unbedingt heißen muss, dass die Fahrzeuge nach einem typischen Sportwagen aussehen und sich so fahren. Doch kaum in den MiTo gesetzt, fallen einem sofort einige Details auf, die die Sportlichkeit unterstreichen. Cockpit, Sitze und Instrumente geben einem direkt das Gefühl in einem italienischen Sportwagen zu sitzen. Die Außenfarbe Grigio Antracite hat mir auf den ersten Blick gefallen und in Verbindung mit den Scheinwerfern und Heckleuchten mit Chromumrandungen, macht der MiTo noch mehr her. Passend zum sportlichen Aussehen gibt es noch verchromte Außenspiegel.

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Den Testwagen, welchen ich zur Verfügung hatte, war rundum schwarz mit grau, persönlich hätte ich mir vielleicht eine etwas sportlicher wirkende Farbkombination gewünscht. Auch das Lederlenkrad hat mir sofort gefallen, es liegt gut in der Hand und macht einen soliden Eindruck. Was mir nicht so gut gefällt, sind die hellgrauen Stoffsitze (Competizione / Nero Grigio), hier hätte ich mir doch eher Ledersitze gewünscht – können aber auch optional bestellt werden. In Sachen Verarbeitung ist mir nichts Negatives aufgefallen. Besonders erfreulich ist die Kopffreiheit in der ersten Sitzreihe. Auch 1,90 Meter große Fahrer finden keinerlei Berührungspunkte mit dem Chassis des MiTo. Das Ladevolumen im Kofferaum kann 270 Liter fassen, wird auf die Besetzung der hinteren Plätze verzichtet, kann das Ladevolumen auf 950 Liter vergrößert werden.

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Beim ersten Einsteigen ist mir sofort das Display in der Mittelkonsole aufgefallen. Im Modelljahr 2014 wurde das Infotainmentsystem uconnect mit integrierter Bluetooth-Freisprechanlage für Mobiltelefone mit an Bord genommen. Die mit einem Fünf-Zoll-Touchscreen ausgestattete Anlage bietet unter anderem die digitalen Eingänge AUX-IN und USB, zum Übertragen von Musik auf die Lautsprecher – über den USB-Anschluss lässt sich auch direkt das Smartphone aufladen. Vergebens gesucht habe ich allerdings das Navigationssystem, welches aber optional dazu bestellt werden kann. Bedient wird das ganze intuitiv über den Farb-Touchscreen, zwei praktische Drück-/Drehregler, vier Tasten mit oft genutzten Funktionen im oberen Bereich und fünf weiteren Tasten für die Hauptmenüs. Die Verbindung von Smartphone zu Freisprechanlage hat gut  funktioniert, auch die Integration des Telefonbuches ist praktisch.

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Fast ein ganzer Liter

Der Alfa Romeo MiTo ist mit verschiedenen Motoren erhältlich, mein Testwagen hatte den 0,9 Liter kleinen Zweizylinder-Turbomotor unter der Haube. Mit seiner Leistung von 77 kW / 105 PS und einem maximalen Drehmoment von 145 Nm lässt es sich mit ihm flott durch den Stadtverkehr wuseln. Dieses Hightech-Triebwerk, wie es von Alfa Romeo bezeichnet wird, glänzt mit einem niedrigen Verbrauch von 4.2 Liter pro 100 Kilometer. Ich konnte den Verbrauch während der Testzeit von Anfangs 7,9 Liter auf 5,3 Liter reduzieren, mehr war in dieser Zeit nicht drin. Unter der Haube sitzt also ein Zweizylinder-Turbomotor mit elektro-hydraulischer Ventilsteuerung und einem CO2-Wert von 99 g/km. Zu Beginn war ich skeptisch, wie sich denn der Zweizylinder-Turbomotor schlagen wird. Nachdem ich aber einige Zeit gefahren bin, wurde ich wirklich überrascht. Der 4,06 Meter lange, 1,72 Meter breite und 1,45 Meter hohe Italiener ist das richtige Produkt für schaltfaule Autofahrer. Warum? Den dritten der sechs Gänge eingelegt und die rechte Hand hat Pause. Das unter einem Liter große Aggregat, erreicht sehr schnell, aber nicht hörbar genug die 5.000 Umdrehungen pro Minute-Markierung auf dem gut ablesbaren Drehzahlmesserblatt. Der Motorsound des Zweizylinder-Turbomotors ist absolut nichts Besonderes, hier darf man wirklich nicht allzu viel erwarten – man muss immer im Hinterkopf behalten, dass es sich um einen 0,9 Liter Motor handelt. Ab 2.000 Umdrehungen stehen einem die volle Leistung zur Verfügung und man kann ruhig und problemlos fahren, ab 5.000 Umdrehungen ist allerdings die Luft draußen und der Begrenzer ist erreicht. Auf längeren Strecken und auf der Autobahn hat sich der MiTo mit seinen 6-Gängen gut geschlagen. In Verbindung mit Tempomat lässt es sich prima und relaxt, mit erstaunlich wenig Geräuschen im Innenraum, voranbringen – so kann man auch mit dem MiTo schnell und zügig von A nach B kommen.

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Wenig bis überhaupt keinen Sinn, aber wahrscheinlich das Resultat italienischer Einsparungen, macht das Tachoblatt. Da steht doch tatsächlich eine 260 am Ende. Wobei man bedenken muss, dass laut Hersteller maximal 184 km/h möglich sind. Von 0 auf 100 km/h benötigt der Alfa Romeo MiTo 0,9 8V TwinAir ungefähr 12 Sekunden. Fahren lässt sich der Italiener wirklich gut, auch auf der Straße macht er einen stabilen Eindruck. Seine Lenkung arbeitet mit einer ausreichenden Präzision und leichte Unebenheiten werden ohne Schmerzen überfahren.

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D.N.A. für mehr Spaß

Der kleine “D.N.A.” Wahlhebel vorne in der Mittelkonsole fiel mir sofort nach dem einsteigen ins Auge. Das System ermöglicht eine Anpassung von Fahrdynamikregelung, Differentialsperre, Bremsen, Lenkung und Motor an eine sportliche Fahrweise und ist beim MiTo und Giulietta serienmäßig an Bord. Die Wählbaren Modi sind “Dynamic”, “Normal” und “All Weather”. Interessant ist speziell der Dynamic Modus. Sobald er aktiviert ist spürt man sofort, dass mehr Leistung zur Verfügung steht bzw. die Gasannahme heftiger ist. Auch nach einem Motor-Neustart wird der zuletzt gewählte Modus wieder aufgenommen. Besonders beim 0,9 Liter Motor wurde eine enorme Steigerung sichtbar. Ich hätte nicht gedacht, dass er sich im Dynamic Modus so viel sportlicher fahren lässt.

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Fazit

Der Alfa Romeo MiTo gefällt mir in seiner Bauweise ganz gut, die Front sagt mir am meisten zu. Das Heck dagegen ist nicht ganz mein Geschmack, hier gefallen mir die runden Heckleuchten nicht ganz optimal – das ist allerdings wie bei vielen Dingen, Geschmacksache. In Sachen Fahrweise wurde ich überrascht. Ich hatte in keiner Weise gedacht, dass der kleine Zweizylinder so flott von der Stelle kommt. Er nimmt das Gas gut an und beschleunigt ab 2.000 Umdrehungen ohne Probleme bis auf seine angegebene Höchstgeschwindigkeit. Was den Spritverbrauch anbelangt, war ich etwas verblüfft. Der 0,9 Liter TwinAir Turbo-Motor ließ sich von mir im Stadtverkehr mit ca. 6,3 Liter fahren, was doch schon ein Wort ist, wenn man bedenkt wie viel wenig Hubraum der Motor hat. Hier macht sich dann wohl der Turbolader bemerkbar. Auf meiner Teststrecke, welche über Land und durch Dörfer führte, erreichte ich einen Verbrauch von 5,3 Liter auf 100 Kilometer. Trotz der geringen Leistung macht der MiTo wirklich Spaß und macht sich gut auf der Straße. Das Fahrwerk ist gut ausbalanciert und leichte Unebenheiten werden ohne großen Schmerz überfahren. Die Lenkung arbeitet mit ausreichend Präzision und hat einen guten Wendekreis. Im Interieur ist ganz klar das Fünf-Zoll Display ein Blickfang, die Verbindung über Bluetooth mit dem Smartphone hat ohne Probleme funktioniert, auch die Qualität beim Telefonieren war in Ordnung. Musik hören lässt es sich auch ganz ordentlich, für Serienlautsprecher leisten sie guten Sound. Der Alfa Romeo hat Stil und Klasse und ist damit auch gleichzeitig zeitlos und sticht raus aus der Masse. Der Testwagen hatte einen Gesamtpreis von 19.005€.

 

 

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Über Tim Reichert

Hauptberuflich Elektroniker für Automatisierungstechnik, Gründer von futuredriving.de, schreibt in seiner Freizeit gerne Artikel rund um Autos, deren Technik & Motorisierung.

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