Dienstag , 27 September 2016
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Fahrbericht: Infiniti Q50 3.5h Sport

„Infiniti? Kenn‘ ich nicht!“ – Ich bin mir sicher, dass viele Autofahrer noch nichts von dem japanischen Autohersteller gehört haben. Gegründet wurde die Luxusmarke des Autoherstellers Nissan auch erst 1989 und auch die Markteinführung in Europa erfolgte erst in 2008. Daher kann ich gut nachvollziehen, dass vielen der Name Infiniti kein Begriff ist. In diesem Testbericht geht es um ein Modell des Herstellers und zwar den Q50 3.5h Sport.

Mehr zum Infinit Q50 könnt ihr jetzt im nachfolgenden Text erfahren.

Ein Hybrid mit 68-PS-Elektromotor & 300-PS-6-Zylinder Benzinmotor

Der Infiniti Q50 war zum Zeitpunkt des Testzeitraumes mein erster Hybrid, den ich gefahren bin und so war auch mein erster Eindruck der Kombination aus Benzinmotor und Elektromotor entsprechend gut. Bevor ich etwas über das Verhalten und die Funktionsweise berichte, noch kurz die Eckdaten des Elektro- und Benzinmotors. Der verbaute Elektromotor hat eine Leistung von 49 kW was 68-PS entspricht und ist in der Lage 270 Nm auf die Räder zu übertragen. Die Batterie (Lithium-Ionen-Akku)  für den Hybridbetrieb hat eine Spannung von 346V und eine Kapazität von 50 kW. Das 6-Zylinder Benzinmotor-Aggregat (3.498 cm³) mit High-flow-Ansaugsystem, welches 225 KW (306 PS) und 350 Nm (bei 5.000 U/min) leisten kann, ist an ein 7-Gang-Automatikgetriebe angeschlossen und schafft in Kombination mit Benzin- und Elektromotor den Sprint von 0-100 km/h in 5,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Gesagt werden muss auch, dass es sich hier um keinen Plug-in-Hybrid handelt, welcher auch per Steckdose aufgeladen werden kann, hier schafft allein der 6-Zylinder Abhilfe und lädt die Batterie auf, deshalb fällt auch die Reichweite für den reinen Elektrobetrieb relativ gering aus.

Der angegebene Verbrauch Innerorts ist mit 8,2 l/100 km angegeben. Außerorts soll er 5,1 l/100km und kombiniert 6,2 l/100km verbrauchen.

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Elektrisch fahren ist ein schönes Gefühl

Ein Hybrid war mir bislang völlig unbekannt was die eigenen Erfahrungen anbelangt. Umso mehr habe ich mich gefreut endlich in so einen setzen und eigene Erfahrungen sammeln zu dürfen. Bei der ersten Fahrt war die Batterie des Infiniti aufgeladen genug, um völlig elektrisch losfahren zu können. Den Start/Stop-Knopf betätigt, und schon springen die Instrumente an und der Wagen ist einsatzbereit. Wenn rein elektrisch gefahren wird, leuchtet dazu ein grünes „EV“-Symbol unterhalb des Drehzahlmessers auf, dieser hilft außerdem auch mit, um festzustellen ob man gerade elektrisch fährt. Der erste Eindruck beim fast geräuschlosen Losfahren war schon etwas komisch, man hört weder den Sound des Motors noch irgendwelche Geräusche aus dem Motorbereich, lediglich die Reifengeräusche sind zu entnehmen. Fährt man mit dem Infiniti rein elektrisch langsam vor- oder rückwärts ertönt ein Warnsignal für sich in der  Nähe aufhaltende Personen. Dieses Warnsignal kann auch deaktiviert werden, ich habe dies mal zum Test gemacht und bin durch die Stadt und auf einen Parkplatz gefahren. Dort laufende Personen haben das Auto erst bemerkt, als es an ihnen vorbei gerollt ist. Dies ist war wirklich genial, aber auch gefährlich, schnell entsteht die Gefahr nicht gesehen bzw. gehört zu werden. Schön, dass Infiniti für dieses Problem eine Lösung gefunden hat. Rein elektrisch fahren ist bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h möglich. Die Reichweite ist stark abhängig von der Steigung. Die längste Strecke, welche ich rein elektrisch fahren konnte, war eine recht ebene Strecke von rund 3 Kilometer, danach schaltete sich der 6-Zylinder Motor ein um die Batterie aufzuladen. Das Umschalten von dem rein elektrischen Antrieb auf den Antrieb per Verbrennungsmotor funktioniert wirklich wie durch Geisterhand und das fast ohne einen Unterschied wahrzunehmen. Denn hat man die Musik an oder unterhält sich mit dein Mitfahrern, fällt einem gar nicht auf, wann man letztendlich elektrisch bzw. mit Verbrennungsmotor fährt. Lediglich die Drehzahlanzeige verrät, in welchem Modus man gerade fährt. Diese Eigenschaft hat bei jeder Fahrt aufs Neue fasziniert, denn man merkt keinen Unterschied zum Fahrgefühl und auch nicht großartig an der Geräuschentwicklung. Betätigt man das Gaspedal natürlich etwas stärker, hört man schon den 6-Zylinder fauchen. Fährt man aber normal durch das Land oder die Stadt, geht alles sehr ruhig und leise von statten.

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Auf der gesamten Route haben wir 1641 Kilometer zurückgelegt, davon sogar 471 Kilometer rein elektrisch!

Ich habe mich vor der Testfahrt gefragt, wie ein Hybrid das mit der Beschleunigung im rein elektrischen Betrieb wohl regelt. Fährt man also rein elektrisch an, bringt der Elektromotor seine 270 Nm und versucht diese Kraft auf die Straße zu bringen. Dauert einem diese Beschleunig zu lange, tritt man wie gewohnt etwas mehr aufs „Gas“ und kommt so auch schneller vom Fleck. Beim Infiniti Q50 Hybrid ist es so, dass der Elektromotor natürlich nur bedingt Kraft liefern kann, will man so also schneller Beschleunigen um beispielsweise an der Ampel zügig vom Fleck zu kommen, tritt man auch hier das Gaspedal weiter und vom einen in den anderen Moment schaltet sich der 6-Zylinder dazu und sorgt für den nötigen Schub.

Mit 368-PS sicher auf dem Asphalt

Ein 6-Zylinder mit elektrischer Unterstützung macht enorm Spaß beim Fahren. Die Beschleunigung ist wirklich rasant und schafft so den Sprint von 0-100 km/h in 5,1 Sekunden. Man merkt schon, dass unter der Haube ein 6-Zylinder steckt, zwar an der Leistung aber nicht am Sound. Leider ist der Motorsound bzw. der Sound welcher den Auspuff verlässt nicht so toll, wie ich ihn für einen 6-Zylinder erwartet hätte. Eine sportlichere Auspuffanlage wäre schon noch ein Pluspunkt mehr gegeben. Dennoch fährt sich der Q50 enorm ruhig und doch sportlich. Er nimmt das „Gas geben“ solide entgegen und bringt die geforderte Leistung gut über die Räder auf die Straße. Tritt man das Gaspedal auch weiter in den Fußraum, packt der Q50 auch Geschwindigkeiten jenseits von 230 km/h und mehr.

Da meine geplante Route über sämtliche Pässe Südtirols führte, bot sich natürlich eine Version mit AWD (All Wheel Drive) an. Spaß hat das Abfahren der etlichen Spitzkehren alle mal gemacht, das Fahrzeug bewegte sich sicher und souverän auf den engen Passstraßen und lag gut in den Kurven. Ab und zu brach das Heck beim zügigen Lenken um die Kurven schon mal leicht aus. Dennoch war ich überrascht, da der Q50 einen super Eindruck auf den Straßen und Pässen gemacht hat.

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Schaltwippen wie im Rennwagen, im edlen Look und direkt an der Lenksäule montiert.

Spaß gemacht hat auch das Fahren mit dem verbauten 7-Gang-Automatikgetriebe. Denn fährt man durch die Stadt oder über die Autobahn wünscht man sich ja meist nicht mehr als ein Automatikgetriebe, kein lästiges hoch oder runter schalten, sondern einfach Fuß auf oder vom Gaspedal nehmen und schon wird wie erwartet der höhere oder niedrigere Gang eingelegt. Das funktioniert soweit auch super, nur je nach eingestelltem Fahrmodi, hatte der Q50 beim Erklimmen der Pässe oft seine Schwierigkeiten. Bei eingestelltem Standart oder sogar Eco-Modi (als nur noch 80km Reichweite angezeigt wurden :-)) wollte der Q50 Hybrid oft statt im 2 Gang mit dem 3 Gang um die Kurve, mit dem er doch ziemlich kämpfen musste und vereinzelt auch per Schwaltwippen heruntergeschaltet werden musste. Wäre man(n) statt dessen gleich in den Sport-Modus gewechselt, wären diese Probleme nicht aufgetreten. Denn im Sportmodus holt der Q50 wirklich all seine Leistung raus und bringt diese sauber und zuverlässig auf die Straße.

 

Fahrmodi für Sport, Eco und Winter sind mit an Bord

Wie fast jedes Auto heutzutage bietet auch der Infiniti Q50 3.5h verschiedene Fahrmodi zum Auswählen an. Insgesamt gibt es fünf, welche während dem Fahren angewählt werden können. Zu den fünf verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zählt also der Mode Personal, Sport, Standart, Eco und Snow. Der Personal-Mode kann nach belieben konfiguriert werden, so kann der Antriebsstrang, die Lenkung und Assistenzsysteme beliebig an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Unter Sport wird der Q50 aggressiver und holt mehr Leistung aus dem 368-PS Hybrid-System, er dreht höher und beschleunigt somit schneller, außerdem wird die Lenkung härter. Im Standart Modus bleiben die Einstellungen auf der werksseitig eingestellten Fahrzeugkonfiguration. Im Eco-Modus, wird wie der Name schon sagt einen Gang heruntergeschaltet, was zu mindestens die Leistung und das Fahrverhalten angeht. Die Gänge werden nicht voll ausgefahren und zeitig in den nächsten Gang geschalten um hohe Drehzahlen zu vermeiden, so kann man gemütlich und ruhig cruisen und dabei noch Sprit sparen. Der letzte, der Snow-Mode richtet sich ganz nach den Schneeverhältnissen und will so durchdrehende Räder im Winter vermeiden.

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Zur Auswahl steht Personal, Sport, Standart, ECO und Snow.

Zwei Touchscreen-Monitore mit einer Menge Features

Zum Zeitpunkt dieses Testberichtes, fahre ich Privat einen Audi A4 aus dem Jahr 1997, nur ausgestattet mit der nötigsten Elektronik und ohne großen Schnickschnack. Demnach war ich natürlich nicht gewohnt, was mich im Infiniti Q50 Sport so an Spielereien erwarten.  In meinem Testwagen, war das Multimedia-Paket verbaut, welches das Infiniti-Navigationssystem, und das Bose Audiosystem mit 14 Lautsprechern beinhaltet. In der Mittelkonsole befinden sich zwei Touchscreens, welche 8“ (oben) und 7′‚ (unten) bieten. Zu den zwei Bildschirmen sollte gesagt werden, dass eigentlich die meisten Funktionen über das Untere, das 7“ Display getätigt werden. Das Größere (8“) zeigt entweder die das Navigationssystem, die Klima- bzw. Temperaturregelung (Lüftung, Sitzheizung) oder die Telefonfunktion an. Neben einer Vielzahl an Apps, welche über das InTouch System gesteuert werden können, bietet das Multimedia-System neben dem CD Player noch diverse Anschlussmöglichkeiten für digitale Inhalte. So kann man entweder per USB-/iPod-Anschluss, AUX-Anschluss oder Bluetooth, Musik Inhalte auf das Multimedia-System und damit die Bose-Anlage übertragen. Ich, der seine Musik auf dem iPhone gespeichert hat, kann so zwischen der kabellosen Variante über Bluetooth oder über den USB-/iPod-Anschluss auf das Multimedia-System zugreifen. Beide Möglichkeiten um das Smartphone mit dem Auto zu vernetzen funktionieren nicht nur kinderleicht, sondern auch problemlos, es passierte nur ab und zu, dass das System mit meinen 9.564 Titeln nicht ganz klar kam und beim Start eine Weile brauchte um die Daten zu indexieren.

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Traumhafter Klang, was soll man auch sonst von BOSE erwarten?

Auf dem unteren Display (7“) kann nach Verbinden des Smartphones oder Musik-Players zwischen Alben, Interpreten, Titeln, Wiedergabelisten oder sogar Mixen ausgewählt werden. Wer sein Smartphone per Bluetooth vernetzt hat, kann auch die Freisprecheinrichtung bzw. das Telefon über den unteren Touchscreen oder die Tasten am Lenkrad bedienen. Neben dem Starten oder Annehmen von Telefonaten können auch E-Mail abgerufen oder ein Kalender angelegt und gepflegt werden. Das oben angesprochene InTouch System, vernetzt das Fahrzeug zusätzlich über eine Smartphone App mit dem Internet, so lässt sich beispielsweise Facebook oder die Google Suche verwenden. Neben diesen Features gibt es noch zahlreiche System-Apps welche verschiedene Informationen über den Zustand des Fahrzeugs ausgeben. So kann man sich zum Beispiel den momentanen Verbrauch pro Kilometer, die Benzineinsparung in Kombination mit dem Hybrid-System, den Energiefluss und noch vieles mehr anzeigen lassen. Während des Testzeitraumes ist mir aufgefallen, dass das System nachdem man eingestiegen und den Startknopf vom Q50 betätigt hat, schon mal gute 5-10 Sekunden braucht, bis es komplett einsatzbereit ist. Trotz „Intel inside“-Befeuerung ist die Software ab und zu etwas langsam, was sich durch leichte Hänger bemerkbar macht, hier besteht auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf.

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Elegantes Lederlenkrad mit meiner Meinung nach aber zu vielen Knöpfen.

Zum Navigationssystem möchte ich auch noch kurz einige Dinge sagen. Für einen ausgiebigen Test bin ich für drei Tage rund 700 Kilometer (einfach) über sämtliche Pässe nach Mölten (Südtirol) gefahren. Den Weg dorthin habe ich natürlich über das Infiniti-Navigationssystem geplant und mich navigieren lassen. Der Weg von Deutschland nach Südtirol funktionierte eigentlich ganz ok, wenn man von den Autobahnen und Bundesstraßen spricht. Denn in der Gegend rund um Bozen (Italien) wusste das Navigationssystem manchmal nicht wirklich wo es hin will, bzw. leitete auf komplett falsche oder nicht existierende Straßen. Viele Straßen waren auch gar nicht eingezeichnet, obwohl diese schon Ewig existieren. Wahrscheinlich hört sich meine Erfahrung zum Navi schlimmer an als ich es letztendlich meine, denn das Kartenmaterial war in Ordnung, nur hier und da war noch etwas Platz für Verbesserung.

Intelligentes Fahrzeug mit jeder Menge an Technik, Assistenzsystemen und Komfort

Nach dieser Testfahrt möchte ich ein adaptives Kurvenlicht eigentlich fast nicht mehr missen müssen. Es leuchtet die Straße nicht nur wunderbar aus, sondern auch die Umgebung. Kurven werden ideal ausgeleuchtet, indem die Frontscheinwerfer über die Lenkung in die jeweilige Richtung bewegt werden. Dazu ist noch ein Fernlichtassistent an Bord, mit dem man theoretisch bei Nacht das Fernlicht immer an lassen kann. Denn der Fernlichtassistent erkennt automatisch das Licht des Gegenverkehrs und dämmt so das eigene Fernlicht.

Ein System, welches mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist das Abstandsregelsystem. Dieses überwacht mittels Radar das vorne her fahrende Fahrzeug und hilft den Sicherheitsabstand einzuhalten. Wird so der Abstand zu gering, bremst das System automatisch, wenn man vom Gas geht oder es wird signalisiert, wenn man bremsen muss. Wenn man aber auf dem Gaspedal bleibt und der eingestellte Abstand zu gering wird, drückt das Fahrzeug automatisch auf das Gaspedal und hilft Gas zu geben.

Natürlich gibt es auch eine Geschwindigkeitsregelung, welche in meinen Augen heutzutage fast nicht mehr fehlen darf. Mit dieser kann man also über den gesamten Geschwindigkeitsbereich hinweg das gewünschte Tempo einstellen. Bei langsamen Geschwindigkeiten bzw. Verkehr bremst das Fahrzeug automatisch ab, sogar bis zum vollständigen Anhalten. Sobald der Verkehr wieder weiter fließt, beschleunigt das Fahrzeug wieder bis die eingestellte Geschwindigkeit wieder erreicht ist. Alle Einstellungen dazu erfolgen über die Knöpfe am Lenkrad, ich muss zugeben, dass ich erst suchen und ausprobieren musste, was nun wann und wie gedrückt werden muss.

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Fahrerhilfssysteme wohin das Auge schaut! Jedes einzelne kann über die Einstellungen wahlweise aktiviert oder deaktiviert werden.

Auch ein Toter-Winkel-Assistent sorgt dafür, das Fahren auf den Straßen noch sicherer zu machen. Über verschiedene Sensoren um das Auto wird bemerkbar gemacht, wenn sich ein Fahrzeug im Bereich des toten Winkels befindet und hilft dabei auszuweichen.

Besonders gefallen hat mir der Around View Monitor (AVM), welcher Einparksensoren vor und hinten sowie eine Bewegtobjekt-Erkennung mit sich bringt, beim Einparken absolut genial. Wird die Taste zum aktivieren des Systems manuell betätigt oder beim einlegen des Rückwärtsgangs gestartet, sieht man eine 360°-Simulation von oben. Auf dieser erkennt man so bewegende Objekte oder Personen um das Fahrzeug herum und warnt dann, sobald man sich einem solchen Objekt nähert. Funktionieren tut das System wirklich gut, nur bei Nacht oder wenn es regnet hatte ich Probleme etwas zu erkennen.

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Unheimlich komfortabel: So macht das Einparken richtig Spaß.

Neben Abstandsregelsystem, Geschwindigkeitsregelung und AVM, ist noch ein Spurverlassenswarner (LDW – Lane Departure Warning) mit an Bord. Eine Kamera erkennt, wenn man von der Fahrspur abweicht und signalisiert dies mit einem Signalton. Greift man nicht ein oder weicht weiterhin ab, hilft der Spurhalteassistent sachte dabei, das Fahrzeug zurück auf die richtige Spur zurückzuführen. Darüber hinaus gibt es in Verbindung mit der direkt-adaptiven Lenkung eine Fahrspurüberwachung, welche bei Seitenwind helfen soll die Position zu halten. Diese konnte ich aber nicht testen und kann daher nichts darüber sagen.

Erst beim Einparken ist mir das Heckaufprall-Vermeidungssystem aufgefallen. Dafür werden Sensoren verwendet, um sich von allen Seiten nähernde Fahrzeuge aufzuspüren, während man den Rückwärtsgang eingelegt hat und beispielsweise einparkt. Wenn ein Fahrzeug erkannt wird, ertönt ein Signalton, danach wird eine Gegenkraft auf das Gaspedal ausgeübt und kann sogar eingreifen, indem es automatisch die Bremsen betätigt. Habe mich erst gewundert, warum das Fahrzeug jetzt bremst, dann ist mir diese Funktion erst aufgefallen.  🙂

Vom Angebot an Assistenzsystemen und Sicherheitssystemen bin ich echt begeistert, so viel Auswahl an Systemen ist heutzutage zwar keine Seltenheit mehr, aber noch nicht in jeden Fahrzeug erhältlich. Auch die Funktionen, welche im Infiniti Q50 verbaut sind, haben mich in der gesamten Testzeit nicht enttäuscht und gut funktioniert. Natürlich gibt es noch einige Systeme und Regelungen mehr, welche ich aber nicht alle ausführlich beschreiben kann, das würde den Rahmen diese Berichtes sprengen. Trotzdem soll nichts unausgesprochen bleiben. Neben den oben genannten gibt es noch einen Regensensor, ein Follow-me home lighting System, Schlüsselfreies öffnen und einiges mehr.

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Angekommen: Aussicht genießen mit Blick vom Stilfser Joch.

Innen wie Außen kein schlechtes Bild

Wie die Überschrift vielleicht schon erahnen lässt, war ich definitiv nicht enttäuscht, was den Innenraum und das Äußere des Q50 anbelangt. Die Außenfarbe des Testwagens war komplett in der Farbe black obsidian lackiert und mit schönen 19 Zoll Leichtmetallfelgen im 5-Dreispeichen Design geziert. Schwarz ist natürlich nicht Jedermanns Geschmack und auch in Anbetracht von Schmutz nicht wirklich vorteilhaft, jedoch hat mir der Q50 in Kombination mit den 19 Zoll Felgen und dem doch sehr dunklen Farbton der Karosse gut gefallen. Auch hat er so auf mich edel und sogleich sportlich gewirkt. Den krönenden Abschluss, was das Exterieur anbelangt sind die verchromten Auspuffendrohre, welche schon erahnen lassen, dass unter der Haube ein größerer Motor sitzen könnte. Auf dem Kofferraumdeckel ist neben dem Infiniti-Logo zusätzlich die Modellbezeichnung, in meinem Fall Q50 S, das S hier in schönen blau gehalten.

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Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Gestaltung der Innenausstattung hat mir farblich auch ganz gut gefallen. Sichtbare Kunststoffteile waren im Aluminium-Deisgn und der Rest, was das Armaturenbrett die Sitze und alles Weitere beinhaltet, waren in dem Farbton Graphite gehalten. Insgesamt hat mir die Verarbeitungsqualität und Auswahl der Stoffe und Farben gut gefallen, an vereinzelten Stellen hätte ich mir vielleicht eine bessere Verwahrung der Nähte gewünscht, ansonsten wirklich hochwertig verarbeitet.

Beim Einsteigen in den Wagen sind mir sofort die Einstiegsleisten in die Augen gestochen, mit dem Infiniti-Logo verziert machen die in ein Edelstahlpaneel eingesetzten Leisten einen wirklich sportlichen und hochwertigen Eindruck. Genauso zum Innenraum beitragend sind die Fußmatten, welche mit dem Modell-Emblem veredelt sind und so zusätzlich zu einem luxuriöses Design verhelfen. Innen wie Außen sind mir keine negativen Argumente eingefallen, alles in allem sauber und solide verarbeitet.

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Fazit

Wie anfangs erwähnt, war der Infiniti Q50 Hybrid mein bisher erster Hybrid, welchen ich fahren durfte. Deshalb habe ich auch noch keinen direkten Vergleich. Trotzdem glaube ich, dass ich mir ein gutes Bild vom Fahrzeug machen konnte und daher meine objektive Meinung wiedergegeben habe. Der Q50 hat mich überrascht und zwar im positiven Sinne, zwar ist er kein Plug-in-Hybrid und hat auch nicht die mega Reichweite, aber er macht Spaß und zwar so richtig. Komplett elektrisch kann man auf jeden Fall fahren, durch die Stadt oder auf ebenen Straßen bis 80 km/h absolut kein Problem. Die Umschaltung zwischen Elektro- und Benzinmotor geht wie durch Geisterhand und während dem Fahren absolut nicht bemerkbar. Ein 6-Zylinder-Motor unter der Haube zu haben ist schon eine feine Angelegenheit und sorgt definitiv für Spaß beim Fahren, denn wenn man Gas geben will, dann kann man das mit dem Q50 auch machen. In Kombination mit dem Elektromotor fährt der 3.5 Liter 6-Zylinder-Motor auch noch sparsam und effizient. Das Interieur sowie Exterieur ist gut verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Ob Smartphone, iPod oder MP3-Player mit Möglichkeiten wie AUX-Anschluss oder Bluetooth-Schnittstelle, findet sich auf jeden Fall ein Weg Musik auf die Bose-Anlage zu streamen. Einzig die Performance des Media-Systems ist manchmal etwas träge. Der Infinit Q50 ist definitiv ein gelungenes Fahrzeug.

Über Tim Reichert

Hauptberuflich Elektroniker für Automatisierungstechnik, Gründer von futuredriving.de, schreibt in seiner Freizeit gerne Artikel rund um Autos, deren Technik & Motorisierung.

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